Routinen & Ihre Macht

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Warum 5 Minuten am Tag dein größter Schritt zu mehr Selbstkenntnis sein können


Vor einem Jahr habe ich ab und zu in meinem Dankbarkeitstagebuch notiert, wofür ich dankbar bin. Dann probierte ich ein anderes Reflektionsbuch aus, das sechs Hauptthemen und jeden Monat ein bestimmtes Motto sowie dazugehörige Fragen enthielt. Doch es lag oft ungenutzt herum. Vor einigen Jahren besuchte ich einen Kurs, bei dem es eine Vorlage gab, die ich täglich reflektieren sollte. Das habe ich tatsächlich eine Weile durchgezogen, etwa sechs Wochen lang. Es war einfach zu handhaben – mit Ankreuzen und Stichworten. Doch ich schaute nie zurück, um meine Fortschritte oder die einzelnen Phasen zu bewerten.


Nun schreibe ich seit über sechs Monaten täglich in mein Journal. Was hat sich geändert? Ich habe meine Methode gefunden – und diese möchte ich heute mit dir teilen.


Du kannst direkt mitmachen! Hol dir etwas zum Schreiben und probiere es aus. Vielleicht passt es oder zumindest ein Teil davon auch für dich.


Wie geht Journaling & warum empfehle ich es dir?


Zuerst möchte ich sagen, dass du keine spezielle Technik benötigst oder etwas vorher lernen musst. Es geht nicht darum, einen Bestseller zu schreiben. Vielmehr geht es darum, sich auf den Weg zu machen, sich selbst besser kennenzulernen. Mir gefällt besonders, dass man sich auf sich selbst, auf die eigenen Gefühle und Gedanken einlässt und so persönliches Wachstum ermöglicht. Wenn ich nicht schlafen kann, schreibe ich auf, was mir im Kopf herumschwirrt. Dadurch weiß mein Gehirn, dass sich gekümmert wird, und ich kann loslassen – das hilft mir beim Einschlafen.


Kreatives Schreiben ist eine Methode, die es ermöglicht, Themen aus dem Unterbewusstsein zu erfassen – Dinge, die im Alltag oft keinen Platz finden, weil wir abgelenkt sind. Diese kommen nur dann an die Oberfläche, wenn uns etwas triggert… und dann oft mit voller Wucht.


In meinen Workshops bekomme ich oft das Feedback, dass Frauen durch das Journaling wirklich Klarheit finden, zum Beispiel über ihre Wünsche oder ein bestimmtes Thema. Einige schätzen es besonders, weil sie damit ihre Gedanken ordnen oder Gefühle verarbeiten können. Zur Ruhe zu kommen, ist ebenfalls ein großer Vorteil.


Klingt spannend? Dann mach mit!


Was brauchst du zum Journaling?


Alles, was du benötigst, ist ein leeres Blatt Papier oder eine Seite in deinem Journal, einen Stift, mit dem du gerne schreibst, einen Timer und fünf Minuten Zeit – oder auch mehr, wenn du möchtest. Es funktioniert am besten, wenn du ungestört bist und keine Ablenkungen hast. Ich persönlich schreibe lieber mit einem Stift, doch immer mehr Frauen probieren digitales Journaling aus. Es gibt wohl auch Apps dafür… damit kenne ich mich allerdings nicht aus, ich bin da old school.


Und dann geht es auch schon los. Kreatives Schreiben kann entweder mit einer Frage als Ausgangspunkt beginnen oder du schreibst einfach frei heraus, was dir gerade durch den Kopf geht.


Je nachdem, was dir lieber ist, gebe ich dir gern einige Fragen zur Inspiration. Oder du legst einfach los und schreibst, was dir gerade in den Sinn kommt.


Mögliche Fragen/Impulse zum Schreiben:


  • Wie geht es mir heute wirklich?
  • Welche Sehnsüchte und Wünsche habe ich in mir?
  • Was ist mir heute/gestern/letzte Woche gut gelungen und warum?
  • Warum fühle ich mich erfüllt?
  • Was war meine wichtigste Erkenntnis (heute, letzte Woche, letzten Monat…. Aus einer Situation, aus einem Konflikt, meiner Weiterbildung, …etc.)
  • Was möchte ich verändern? 
  • Was möchte abgeschlossen, aufgeräumt, entschieden, geklärt oder beendet werden, bevor… um… 
  • Für welche Fragen hätte ich gern eine Antwort in meinem Leben? 
  • wann war ich achtsam (heute, die letzte Woche…) 
  • Wie liebevoll bin ich mit anderen und mit mir selbst, bzw wann war ich liebevoll mit anderen bzw mit mir selbst 
  • Welche kleinen und großen Erfolge der letzten vier Wochen gibt es für mich zu feiern? 


Und noch ein kleiner Tipp - mach wirklich die 5 Minuten oder länger (je nachdem, was du geplant hast) und hör nicht auf, wenn das erste Mal nichts mehr kommt. Glaub mir, es kommt noch mehr. 

Und wenn die Zeit um ist…. 

Zum Abschluss kannst du noch einmal über deinen Text schauen und die Punkte, die eine besondere Energie haben unterstreichen. Es kann auch sein, dass dir auffällt, dass ein Thema mehrfach auftaucht oder dass dich etwas blockiert… oder, oder, oder…


Und, wie war’s? Ich freue mich darauf, von dir zu lesen!


Deine Verena

PS: auf der Suche nach mehr Leichtigkeit im Alltag? Meine Workshops findest Du hier 

Veränderung beginnt mit einem kleinen Schritt
 - bist du bereit? 


Gestern hatte ich wieder ein Coaching und zum Abschluss ging es darum, wie die neuen Erkenntnisse im Alltag ihre Wertschätzung finden können. Das ist für mich immer ein ganz besonderer Moment. Mir wird dann jedes Mal bewusst, was möglich ist, wenn man sich zu etwas verpflichtet. Sich selbst und das eigene Wohlbefinden zur Priorität macht.
Es geht dabei darum, sich selbst Wertschätzung entgegen zu bringen. Regelmäßig kleine und größere Schritte zu tun, wie es sich für die Frauen stimmig anfühlt und ihnen hilft, sich selbst weiter zu entwickeln. 

Es sind nicht immer große Dinge, die erforderlich sind. Mich selbst würde eine riesen neue To Do Liste für meine persönliche Veränderung auch eher davor abschrecken ins Tun zu kommen. 

Ich kann dich beruhigen, dem ist nicht so. Oft sind es kleine Dinge, die meine Frauen in ihrem Alltag einbauen. Diese Dinge - jedes einzeln für sich gesehen – ist keine große Sache. Jedoch sehen sie nach einiger Zeit, meist schon im Verlauf der ersten Woche, dass es das ist, was die große Veränderung bewirkt


Ein Gedankenbeispiel: Wenn du es morgens oder abends schaffst, statt 15 Minuten Handy-Zeit z.B. gleich nach dem Aufstehen oder vor dem Schlafen diese 15 Minuten Zeit für dich zu nutzen. Diese Zeit ganz bewusst zu ersetzen durch eine andere Gewohnheit. Dann hast du schon sehr viel Zeit für dich gewonnen. Wenn du Inspiration brauchst, was du da tun kannst, findest du unten noch Ideen für Morgen oder Abend Routinen, die mir guttun. 

Eine Möglichkeiten deine aktuellen Gewohnheiten mal unter die Lupe zu nehmen sind folgende Fragen zur Reflexion:
 

  •  Wie startest du in den Tag?
  •  Wie bewusst tust du die Dinge? Wie essen, Pause machen, unterhalten, Zeit mit anderen Menschen? 
  •  Wie viel trinkst du tagsüber? 
  •  Wie viel Zeit hast du für dich allein? 
  •  Wie viele Stunden schläfst du? 
  •  Womit beschäftigst du dich direkt vor dem Schlafengehen bzw. direkt nach dem Aufstehen? 
  •  Wieviel Zeit verbringst du mit dem Handy?

 

 Warum ich dir das heute erzähle? 

 Ich will dich ermutigen etwas für dich zu finden. Etwas, dass dir hilft, entweder mehr bei dir zu sein, Zeit für dich zu haben, ein bestimmtes Ziel zu erreichen oder etwas, dass du früher gern gemacht hast und dir gutgetan hat oder die Energie schenkt, wieder in deinen Alltag zu integrieren. Wenn dir jetzt noch ein anderer Grund einfällt, nimm gern den. 

 

Von meinem „morgens Journal schreiben“ habe ich dir ja schon erzählt. Ein anderes Beispiel ist meine „Sonntags Lesepause schreiben“ Routine (also das was du gerade liest 😊). Die hat für mich gleich mehrere gute Gründe. 

  • Der eine ist, die Verbindung zu den Frauen, die sie lesen und die ich damit vielleicht inspiriere oder die sich erinnert daran fühlen, sich Zeit für sich zu nehmen. 
  • Ein anderer Grund ist das ich dadurch auch Themen wiederhole, nochmal festige
  • Der dritte Grund ist mein Glaubenssatz „ich kann nicht schreiben“. Vielleicht kennst du sowas von dir auch mit einem anderen Satz?
    Ich war im Schreiben immer schlecht. Mathe super, Deutsch ach je, gerade noch ne vier oder in guten Jahren ne drei. Das hat mich immer begleitet. Zum einen die Rechtschreibung zum anderen dieses „Themen darzustellen“. Deswegen „übe“ ich das jetzt auf diesem Weg. 

 

Im Vergleich zum Journal schreiben ist die Lesepause schreiben eine etwas größere Sache. Aber jetzt, wo ich das schon einige Wochen lang mache, bin ich echt stolz auf mich, dass ich drangeblieben bin. 

Kleiner Hinweis dazu: Meine Instagram Zeit habe ich währenddessen fast auf 0 gesetzt. Dass habe ich dadurch geschafft, dass ich eine Alarm Funktion bei meinem Handy auf erst auf 30 Minuten Social Media eingestellt habe (gibt es glaube ich bei allen Geräten, vor allem um die Zeiten bei Kindern zu beschränken) und dann immer weiter runter.  Nach dieser Zeit kommt dann, dass die Zeit um ist und man fliegt raus. War sehr lustig, wenn ich mal via What´s App telefoniert habe…. Und schwupp war ich weg aus der Leitung. 

 

Leichter geht es, wenn du neue Gewohnheiten durch alte ersetzen kannst 

Wenn du bei der Reflexion zu deinen aktuellen Gewohnheiten etwas gefunden hast, was du verändern möchtest, dann ist ein guter Weg, eine bestehende Gewohnheit durch eine neue zu ersetzen (wie in dem Handyzeit Beispiel, also die genau gleiche Zeit für eine Morgenroutine zu nutzen). 

Das funktioniert auch bei anderen Gewohnheiten, die du gern loshaben möchtest, wie z. B. den Süßigkeiten Konsum, z. B. immer, wenn du dich gestresst fühlst (oder was der Grund für den Griff in die Süßigkeiten Schublade ist) machst du ab sofort z. B. einen leckeren Tee oder was anderes, was dir besser gefällt. 

 

10 Ideen für deine neue Routine 

Falls dir noch kein Gedanke kam, welche neue Routine du für dich anfangen möchtest hier 10  Ideen: 

  • 1.) ein Buch lesen bzw dir jeden Tag vorzunehmen 15 Minuten ein Fachbuch zu lesen. 
  • 2.) Journal – auf eine Frage oder einfach 5 Minuten freies schreiben 
  • 3.) Dankbarkeitstagebuch schreiben – jeden Tag 3 Dinge für die du dankbar bist, reichen aus. 
  • 4.) Spazieren gehen, im Wald spazieren gehen und vielleicht auch Dinge sammeln unter einem gewissen „Motto“
  • 5.) Keine Handy Nutzung mehr zwischen 18 Uhr und 9 Uhr 
  • 6.) morgens direkt einen leckeren Tee trinken (und ggf dazu deine Gedanken notieren) 
  • 7.) Bewegung Yoga; Tanzen, Krafttraining, Stretching oder eine andere Art
  • 8.) Meditation oder Atemübungen
  • 9.) Musikhören um dich in eine gute Stimmung zu bringen, Lieblingssongs oder Powersongs
  • 10.) Auf dem Sofa einkuscheln (es wird ja bald wieder diese Jahreszeit) und nichts tun. 

 

Der erste kleine Schritt… 

...ist glaube ich schon getan, wenn du bis hier her gelesen hast. Vielleicht magst du direkt noch einen zweiten gehen und dir eine Sache rauspicken, die sich für dich stimmig anfühlt. Und dann direkt damit starten, vielleicht heute, vielleicht morgen früh? Vergiss nicht, dich dafür zu feiern, die selbst auf die Schultern zu klopfen für das was du für dich tust. 


Freue mich, wenn ich von dir lese, wie es dir ergangen ist.  Habe Lust mir Dir deinen Erfolg für deine eigene Wertschätzung dir selbst gegenüber zu feiern und kann es kaum erwarten deine Email zu beantworten. 

Deine Verena 



Heute war ein guter Tag, weil…

Ich liebe diesen Moment:
abends im Bett liegen, einen Krimi lesen, den Tag ausklingen lassen. 
Der Kopf wird ruhig. 


Bevor ich in die dunkle Welt der Schweden Krimis eintauche, dann denke ich (hoffentlich) daran, mich diesen kleinen Satz, fast wie ein inneres Lächeln, zu fragen:

„Ich bin stolz auf mich, weil ich heute…“

Diesen Satz schenke ich mir nicht jeden Tag. Aber an den Tagen, an denen ich gut für mich gesorgt habe bzw. auf mich und meine Bedürfnisse geachtet habe, da kommt er ganz von selbst.

Mein Impuls für dich heute:

 Was kannst du dir heute Gutes tun, damit du diesen Satz heute Abend mit einem echten, warmen Gefühl sagen kannst?
Ich bin stolz auf mich, weil…


Vielleicht
 …du ein klares Nein ausgesprochen hast.
 …du dir eine Pause gegönnt hast – ganz ohne schlechtes Gewissen.
 …du einfach einen Tee in Ruhe getrunken hast, statt direkt weiterzurennen.
 …du ein schwieriges Gespräch geführt hast.
 …du eine Aufgabe endlich abgeschlossen hast.
 …du einer spontanen Idee gefolgt bist und sie umgesetzt hast.
 …du deine Meinung gesagt hast – obwohl es Mut brauchte.
 …du bei dir geblieben bist, auch wenn außen Trubel war.
 …du einfach den Tag gewuppt hast – mit all den vielen kleinen Dingen,
die immer nebenher laufen und die kaum jemand sieht:

  • das Frühstück für alle
  •  der Termin beim Kinderarzt
  • die Mails, die du rechtzeitig beantwortet hast
  •  die Liste im Kopf, die nie leer wird
  • das Lächeln, das du trotzdem verschenkt hast
  • der Einkauf, das Essen, die Wäsche, das Netzwerken, das Aufräumen, das Erinnern, das Mitdenken, das Mutmachen…


All das zählt.

Du zählst.

 Und je bewusster du es dir abends machst, desto mehr Raum bekommt deine Kraft.

Warum ich dir das Heute schreibe… 


Ich habe diesen Satz übrigens selbst in einer Ausbildung kennengelernt – als es darum ging, selbstbewusster zu werden.
 Damals war es für mich ein echter Aha-Moment.
 Seitdem gebe ich ihn unzähligen Frauen in meinen Coachings & Workshops weiter.
Denn:
Wenn wir anfangen, jeden Abend aufzuschreiben, worauf wir stolz sind, verändert sich etwas Grundlegendes.


Unser Blick. Unsere Energie. Unser Selbstbild.

Plötzlich bekommt das Raum, was vorher selbstverständlich war.

Und aus diesem Stolz entsteht Handlungskraft – wir sprechen klarer, entscheiden mutiger, zeigen uns mehr.

Wenn du Lust hast, tiefer einzutauchen, dann lade ich dich von Herzen zu unserem nächsten Mittwochabend-Workshops  - Live und in Farbe auf dem Hofgut Schleinsee -  ein. Details Button unten


Und falls nicht: dann freue ich mich, wenn du dir heute Abend auf die Schultern klopfst. 
In Verbundenheit
Verena