Innere Wahrheit leben
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Deine Wahrheit darf unbequem sein
Warum es heilsam ist, laut zu werden, wenn du dich selbst zu lange überhört hast.
Diese Woche ist mir etwas passiert, das mich sehr ins Wanken gebracht hat.
In meiner Familie gab es eine Situation, die mich so stark getriggert hat, dass ich mich – trotz all der Tools und jahrelangen Übung – nicht mehr beruhigen konnte. Ich bin „ausgerastet“ und nicht aus der Situation rausgekommen. Ich weiß, dass man die erste Reaktion nie ändern kann – sie ist wie ein Ur-Reflex. Aber die zweite, bewusste Reaktion? Die möchte ich normalerweise gestalten können – achtsam, klar, auf Augenhöhe.
Diesmal ging das nicht.
Ich war sprachlos – und gleichzeitig sprachgewaltig.
Und danach kam das schlechte Gewissen.
Die Scham. Die Frage: Wie konnte mir das passieren?
Aus dieser Situation heraus bin ich über einen Post von Wordseed bei Instagram gestolpert und musste richtig schmunzeln. Deswegen kopiere ich in hier kurz rein, vielleicht fällt dir jemand ein, der laut war, der dich in einer Situation „angeschrien“ hat oder nicht mehr zu beruhigen war. Und vielleicht hilft dir das zu einem besseren Umgang damit:
„Aufgebrachte Menschen sind oft auf der Suche.“
Nicht nach Streit.
Nicht nach Drama.
Sondern nach etwas Tieferem.
Oft steckt hinter lautem Verhalten ein leises Bedürfnis:
nach Orientierung
nach Sicherheit
nach Erklärung
nach Nähe
oder einfach nach einem offenen Ohr.
Wenn wir das erkennen,
verändert sich alles:
Wir müssen nicht mehr sofort kontern oder uns angegriffen fühlen.
Wir können hinhören, statt dichtzumachen.
Wir können Beziehung gestalten, statt Mauern zu bauen.
Gesunde Kommunikation beginnt nicht beim Antworten, sondern beim Verstehen.
Wow, oder? Irre Perspektivwechsel fand ich.
Zurück zu meiner Situation - ich habe irgendwann dann doch noch die Kurve bekommen und abgebrochen. Hab gesagt, dass wir das in einem anderen Rahmen klären, ich dieses Gespräch jetzt nicht führen kann. Und bin gegangen.
Im Nachgang wurde mir bewusst: Dieser Ausbruch war kein Zufall.
Er war das Resultat vieler Momente, in denen ich mich zurück genommen habe, Dinge geschluckt habe, die nicht in Ordnung fand und Konflikte gemieden hatte. Ich habe geschwiegen, statt zu sagen, was mir wichtig ist – und irgendwann war der innere Druck zu groß
Heute, eine knappe Woche später bin ich froh, dass es raus ist. Jetzt kann sich was verändern. Dass ist, finde ich, immer besser als weiterzumachen in Systemen die nicht funktionieren. Oft haben wir Angst vor Konflikten, weil Harmonie so viel angenehmer ist. „Ein Ende mit Schrecken ist besser als ein Schrecken ohne Ende“ - oder?
Diese Erfahrung hat mir wieder gezeigt:
- Selbstregulation bedeutet nicht Kontrolle.
- Achtsamkeit heißt nicht, immer ruhig zu bleiben.
- Vertrauen ist der Mut, die Wahrheit ans Licht zu lassen – auch wenn es unbequem ist.
Ich darf unbequem sein – besonders in Beziehungen, die mir wichtig sind.
Ich darf meiner Intuition vertrauen und mir selbst vergeben.
So entsteht Raum für echte Veränderung.
Impulse für Dich:
- Wo in deinem Leben schluckst du Dinge runter, obwohl dein Herz längst laut ruft?
- Was wäre, wenn du dir erlaubst, deine Wahrheit zu sagen – liebevoll und klar?
- Was würde sich verändern, wenn du Vertrauen in deinen inneren Prozess hättest?
Zum Abschluss – eine Erinnerung an dein inneres Wissen:
„Entspanne dich in dem Wissen, dass alles in die richtige Richtung geht. Das Leben weiß, was es tut.“
Vertrauen ist nicht die Abwesenheit von Zweifel – sondern der Mut, trotz Zweifel zu gehen.
Mit einem Herzensgruß
Verena
PS wenn Dir gerade eine Situation einfällt, die dazu passt, schreib mir gern und ich schick Dir meine Journal Impulse zur Selbstreflexion zu.
Authentisch leben:
So findest du deine innere Wahrheit
Diese Woche hatte eine meiner Klientinnen im Coaching einen richtigen AHA-Moment, den ich gerne mit dir teilen möchte. Vielleicht kannst du für dich etwas mitnehmen.
Meine Klientin kämpfte mit dem Gefühl, in ihrer Familie nie die Wertschätzung zu bekommen, die sie sich wünscht, obwohl sie doch alles richtig macht. Sie war genervt davon, wie ihr Mann Dinge unordentlich hinterlässt, die sie dann wieder aufräumen muss. Zudem fühlte sie sich ausgelaugt, weil sie keine Zeit für sich hat und immer für die Kinder da sein muss. Ständig kommen neue Aufgaben hinzu, und jede Woche scheint chaotisch. Jeder will etwas von ihr und zieht an ihr.
Kommt dir das bekannt vor? Dieses Szenario passt nicht nur auf die Familie, sondern auch auf Kollegen, Geschwister, Freunde und Nachbarn. Wir spielen oft Konzepte ab, ohne darüber nachzudenken. Vieles läuft unterbewusst ab. Sicher, sie hat gemerkt, dass sie überfordert und gestresst ist, aber sie hat keine Verbindung zu ihrem ständigen Antrieb „für alle da zu sein“ und „alles richtig zu machen“ gefunden. Dieses konsequente Streben nach unerreichbaren Zielen führt zu Frustration.
Durch die Erforschung ihrer eigenen inneren Wahrheit im Gegensatz zu dem, was sie denkt, was für sie wahr ist, erlebte sie einen wirklichen AHA-Moment. Die gefühlte Erkenntnis zeigte ihr klar die Verbindung zu sich selbst. Das Gefühl wurde ihr Wegweiser und gab ihr das Vertrauen in ihre eigene Wahrheit.
Zwei Aspekte zur inneren Wahrheit:
1. Hinterfrage deine Verpflichtungen: Alles, was du glaubst „zu müssen“, lohnt sich zu hinterfragen. Ist das wirklich so? Wer sagt, dass du es musst? Ist das wirklich deins? Gehört das zu dir oder hat es etwas mit der anderen Person zu tun? Wenn ja, was möchtest du stattdessen?
2. Erkenne unerreichbare Ziele: Stress entsteht oft, weil du dir Ziele setzt, die unerreichbar sind. Zum Beispiel, die Wertschätzung von anderen zu bekommen. Das liegt außerhalb deiner Kontrolle. Natürlich kannst du Beziehungen pflegen und kommunizieren, was dir wichtig ist, aber letztendlich entscheiden andere, wie sie dich bewerten. Wie fühlt sich das für dich an? Was macht das mit deiner inneren Wahrheit und Authentizität?
Für mich war diese Erkenntnis vor vielen Jahren absolut augenöffnend, und trotzdem tappe ich immer wieder in diese Falle. Erst letzte Woche habe ich Dinge gemacht, die mich total gestresst haben, weil ich dachte, sie seien wichtig für mich. Doch was wirklich wichtig ist, fühlt sich auch richtig an. Wie schön, dass ich bei mir dann irgendwann doch wieder merke, was hinter dem Stress steckt.
Schicht für Schicht zu mehr Klarheit
Stell dir das wie eine Zwiebel vor: Schicht für Schicht kommt etwas zum Vorschein, das angeschaut werden darf. Es geht nicht um Optimierung, sondern darum, hinzuschauen, Raum zu geben und Klarheit darüber zu gewinnen, was da ist und was für dich möglich ist.
Reflektiere und hinterfrage
Ist dir beim Lesen vielleicht etwas bei dir selbst aufgefallen? Bist du ehrlich zu dir selbst? Lebst du deine innere Wahrheit oder hast du etwas übernommen? Vielleicht die Anforderungen an die Rolle als Mutter oder Frau? Was du tun musst? Vielleicht wie du als Mitarbeiter sein musst?
Der Unterschied zwischen dem, was du übernommen hast und deiner inneren Wahrheit, ist die Zufriedenheit bei dem, was du tust.
Durch die Frage, „Ist das meines oder habe ich etwas übernommen, das mir nicht mehr dient?“ erreichst du Klarheit. Du siehst hinter das Oberflächliche und merkst, was zu dir gehört. Diese Wahrnehmung schafft Bewusstsein und führt zu einer unglaublichen Freiheit, weil du loslassen kannst, was nicht deins ist.
Stell dir vor, wie es ist, wenn du dich selbst wertschätzt und respektierst, wie du bist, weil du weißt, dass niemand deine Rolle besser ausfüllen kann als du – beruflich oder privat. Was wäre dann möglich?
Einladung zur Veränderung
Wenn sich das jetzt zu groß anhört, vielleicht kann ich dir helfen. Im Herbst startet wieder der Frauenleicht Online Kreis - HIER ZU DEN DETAILS – Rückenwind für dein Selbstbewusstsein. Fühl dich eingeladen, dich bei mir zu melden.
Ich freue mich, von dir zu hören!
P.S.: Authentisch zu sein bedeutet nicht, sich mehr anzustrengen. Im Gegenteil: Lass los, was nicht zu dir gehört, und finde die Freiheit, du selbst zu sein